17. Mai – Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit

Am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit erinnern wir daran, dass Diskriminierung, Gewalt und strukturelle Ausgrenzung für queere Menschen bis heute Realität sind – auch im Gesundheits- und Hilfesystem. Diese Erfahrungen wirken sich unmittelbar auf das Wohlbefinden aus und können mit erhöhtem Substanzkonsum einhergehen, etwa als Bewältigungsstrategie für Stress, Stigmatisierung und Diskriminierung im Alltag.

Gleichzeitig sind viele Angebote der Suchthilfe noch immer zu wenig für die Lebensrealitäten von queeren Menschen sensibilisiert. Fehlendes Wissen über geschlechtliche Vielfalt, heteronormative Annahmen oder diskriminierende Erfahrungen im Hilfesystem können dazu führen, dass Unterstützungsangebote weniger in Anspruch genommen oder frühzeitig abgebrochen werden. Eine diversitätssensible, diskriminierungskritische Suchthilfe ist deshalb kein „Add-on“, sondern eine Voraussetzung für wirksame Unterstützung.

💡 Spoiler: In Kürze veröffentlichen wir den Bericht unserer Studie „Substanzgebrauch bei Queers“ aus der Landesfachstelle Familie, Geschlechtervielfalt und Sucht BELLA DONNA der Suchtkooperation NRW, gefördert durch das MAGS NRW. Die Ergebnisse geben wichtige Impulse, um Angebote bedarfsgerechter, inklusiver und zugänglicher zu gestalten.